WOHNUNGSGENOSSENSCHAFT
HERMSDORF / THÜRINGEN eG

60 Jahre Wohnungsgenossenschaft Hermsdorf/ Thür. eG

veröffentlicht am: 24.02.2014 - 14:47
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veröffentlicht am: 24.02.2014 - 08:24

In diesem Jahr begeht die Wohnungsgenossenschaft Hermsdorf/Thür. eG ihr 60- jähriges Gründungsjubiläum.

Wie alles begann:

Mit ganz besonderem Interesse verfolgte Herr Gerhard Schreiber das Ziel, eine Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft über die Keramischen Werke ins Leben zu rufen.  Innerhalb des Betriebes versuchte er mit der Vorlage einer Mustersatzung recht viele Interessenten für die Bildung einer AWG zu gewinnen.

Für die Gründung einer AWG war eine Anzahl von mindestens 200 Mitgliedern erforderlich. Letztlich verantwortete es der Bezirksvorstand des FDGB Gera gegenüber der Regierung in Berlin, dass sich in Hermsdorf eine Genossenschaft mit mindestens 25 Mitgliedern gründen konnte.
Daraufhin wurde von Herrn Schreiber und einigen anderen Mitstreitern die Werbetrommel gerührt. Da entsprechend dem Musterstatut nicht nur ein Trägerbetrieb für die Verantwortung der AWG in Frage kam, wendete sich Herr Schreiber  an die Hermsdorfer Holzwerke, um auch diese für die Bildung der AWG zu gewinnen. Dies gelang ihm schließlich auch und so kamen die erforderlichen 25 Interessenten für eine Neugründung zusammen.
Am 17. Mai 1954 wurde die AWG Hermsdorf gegründet.

Immer mehr Neumitglieder fanden den Weg zur AWG und der Bau der ersten Häuser unter körperlichen Einsatz der Mitglieder konnte beginnen.
Der erste Spatenstich erfolgte am 03. Juli 1954 und die erste Grundsteinlegung fand am 1. August 1954 in der Beethovenstraße statt. In das Fundament wurde eine kleine Kassette eingemauert mit der Liste der Namen der AWG- Gründer.

Der zweite Bauabschnitt, die verlängerte Wildungstraße, wurde geplant. Jedoch war das Geld sehr knapp. Herr Schreiber und ein BGL-Mitglied der KWH wurden mit einem Schreiben der Vollversammlung zum Finanzministerium nach Berlin geschickt, kehrten jedoch ohne feste Zusage zurück. Ein Weiterbestehen der AWG war zu diesem Zeitpunkt sehr unsicher und es mussten 30 Austritte registriert werden.
Der Besuch in Berlin führte letztendlich doch zum Erfolg. Die AWG Hermsdorf erhielt als einzige im Kreisgebiet weitere 8 WE genehmigt und so konnten bis 15.01.1956 die 16 WE in der Wildungstraße im Rohbau fertiggestellt werden.

Der damalige Vorstand der AWG organisierte zusammen mit der Bürgermeisterin, Frau Kraft,  in Bad Klosterlausnitz eine Werbeveranstaltung. Daraufhin wurden die ersten Klosterlausnitzer Mitglied in der  AWG. Der Wunsch wurde laut, auch in Bad Klosterlausnitz zu bauen. Infolge dessen wurde vom Rat des Kreises und der Gemeinde Bad Klosterlausnitz  Baugelände zur Verfügung gestellt. Wie bei den alten Ägyptern, aber mit wirklicher Begeisterung, begannen im Januar 1956 mit Hilfe von Schaufel, Spitzhacke, einem Gleis, einer Kipplore und viel Spucke die Ausschachtarbeiten für 10 WE in der Rathausstraße und Am Kurpark.
Dem folgten 1958 der Bau von 12 WE in der Straße des Friedens  und von 1960 – 1963 weitere 72 WE in der Hermann-Sachse-Straße, Holzbornweg und Straße der Jugend.

Auch in Hermsdorf wurden weitere Häuser errichtet. Von 1959 – 1960 entstanden in der Clara-Zetkin-Straße  weitere 81 WE sowie 24 WE in der Naumburger Straße. Hinzu kamen im Jahr 1963 48 WE in der Friedenssiedlung, dem heutigen Käthe-Kollwitz-Platz.
Im Jahr 1963 begannen die Baumaßnahmen in der „Waldsiedlung“. In der Erich-Weinert-Straße entstanden 120 WE, weitere 240 folgten bis zum Jahr 1967 in der Rudolf-Breitscheid-Straße und weitere 100 in der Werner-Seelenbinder-Straße.

Im Wohngebiet Am Bahnhof begannen die Bauarbeiten im August 1974 für vorerst 24 WE, weitere 48 WE folgten bis zum Jahr 1978.
Das letzte Wohngebiet entstand von 1984 – 1985 am Platz des 7. Oktober, dem heutigen Grünstädter Platz mit insgesamt 216 WE.

Mit der politischen Wende wurden weitreichende Modernisierungen und Instandsetzungen zur zeitgemäßen Gestaltung unserer Bestandsbauten erforderlich. Im Jahr 1991 wurden die ersten Modernisierungsarbeiten, beginnend in der Rudolf-Breitscheid-Straße, durchgeführt.
Im Jahr 2008 entstand am Käthe-Kollwitz-Platz 17, 18 der erste Neubau der Nachwendezeit mit 20 WE, dem folgte 2010 in Bad Klosterlausnitz, Straße der Jugend 9, ein Neubau mit 18 WE.

Im Vordergrund steht weiterhin, adäquaten Wohnraum für alle Preisklassen zur Verfügung zu stellen.
Auf diesem Weg danken wir unseren treuen Mitgliedern für die Unterstützung und den Fortbestand unserer Genossenschaft!